Chiron - Heilung unserer tiefsten Verletzungen

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05.06.2015

Der rückläufige Chiron –
Die ultimative Chance unsere tiefsten Verletzungen zu heilen


Symptome: Es kommen Verletzungsthemen aus dem tiefsten Unterbewußtsein hoch

Da hat sich das Universum etwas sehr schönes für uns ausgedacht. Nach dem rückläufigen Merkur wird Chiron am 24. Juni auch rückläufig. Die energetische Schwingungen davon haben schon angefangen.

Eigentlich werden Neptun und Chiron beide einen Rückwärtsgang einlegen und damit unsere Aufmerksamkeit zu unserem Inneren lenken. Nicht nach innen gehen in der nächsten Zeit und nur im Außen beschäftigt sein kann verursachen, dass wir die Welt in der wir leben immer mehr als ein großes Durcheinander erfahren.

So werden wir in den nächsten Monaten eingeladen uns mit unserer spirituellen und kreativen inneren Welt zu beschäftigen (Neptun), damit alte Verletzungen (Chiron) sich offenbaren können und erlöst werden können - in die Freiheit.

Dies ist so unglaublich wichtig für uns Menschen. Es ist so ein liebevolles Geschenk des „Himmels“. Es ist die ultimative Chance ganz tief sitzende Verletzungen in uns zu heilen. Damit meine ich nicht nur die Verletzungen aus diesem Leben, sonder auch aus vorigen Leben.

Wer kennt das nicht, dass in einem immer mal wieder Reaktionen hervorgerufen werden die wir nicht plazieren können? Manchmal erkennen wir diese Reaktionen ein wenig aus unserer Kindheit aber können den wirklichen Auslöser dazu nicht erkennen. Zum Beispiel:
• Wenn andere lachen, dass man sich ausgelacht fühlt.
• Dass wir immer fühlen kämpfen zu müssen, während wir eigentlich genug davon haben.
• Dass wir uns genau in der Zeit zurückziehen, wenn unser Umfeld uns am meisten „braucht“.
• Dass man andere hinterfragt und Angst hat, dass sie ungute Absichten haben.

Dies sind einige der Themen die mit vorigen Leben zu tun haben können.

Einige Hintergrundinformationen um uns ein Bild davon zu machen

Als Mythos ist Chiron wohl der bekannteste und "humanste" Zentaure. Er war edel, gesetzestreu, klug, erfahren in der Kunst des Bogenschiessens, der Jagd, der Kriegsführung und der Leier. Chiron war ein Heiler, ein Prophet und Erzieher vieler bekannter Helden. Er ist nahezu die Personifizierung des gebildeten und edlen Menschen.

Chiron ist ein neuer Deutungsfaktor in der Astrologie (01.11.1977), der wie kein anderer komplex und vielschichtig, paradox und schwer erklärbar ist. Er verbindet die dem Wassermann-Zeichen zugeordneten Planeten Saturn und Uranus, das heisst, er baut eine Brücke zwischen dem Irdisch-Physischen und dem Himmlisch-Geistigen.

Chirons Tod war ein bedauerlicher Unfall. Der Pfeil, der mit dem Blut der Hydra vergiftet war, hat Chiron unheilbar am Knie verwundet. Die Toxine des Gifts gelangten in seine Leber.

Sinnbildlich kann man auch sagen, dass er sich mit seinen (zu) hohen Idealen selber ins Knie geschossen hat und erlaubt hat, dass ihm die Dinge „über die Leber laufen“.

Mit Chiron erleben wir innere Themen die unheilbar erscheinen, denn Chirons Wunden sind das Ergebnis von Generationen menschlicher Blindheit, durch die wir unwiderruflich gezeichnet zu sein scheinen. Wir können aber versuchen, aus dem Schmerz zu lernen.

Es geht bei Chiron-Verletzungen nicht darum, nach Fehlern oder Schuld zu suchen, es ist auch nicht möglich, Chiron-Wunden durch das „richtige Verhalten“ zu heilen. Chiron verlangt die Fähigkeit, in echter Demut und Hingabe das anzunehmen, was ist.

Ich darf akzeptieren, was das „Große Ganze“ beabsichtigt.
Ich darf meinen persönlichen Willen mit dem „All-Willen“ verschmelzen.

Das „entweder – oder“

Seit Kindheitstagen wurden wir trainiert in trennendem Denken. Wir trennen zwischen gut und böse, zwischen richtig und falsch, zwischen normal und unnormal und entscheiden uns, das „Böse, Falsche und Unnormale“ abzulehnen und zu bekämpfen.

Wir unterscheiden zwischen Weg A und Weg B und entscheiden uns für Weg A. Zugleich entscheiden wir uns merkwürdigerweise Weg B abzulehnen und zu bekämpfen und damit auch alle, die diesen anderen Weg wählen, die sich anders entscheiden als wir.

Unser traditionelles Denken ist ein Denken in „entweder – oder“. Entweder habe ich Recht oder Du, im Zweifelsfall natürlich ich. Der Andersdenkende wird sehr schnell zum Feind, den man bekämpfen oder ausgrenzen will. Das führt zugleich zum Krieg in uns selbst, denn auch in uns gibt es Gegensätzliches und Widersprüchliches.

Das „sowohl – als auch“

Wir kommen oft einfach nicht auf den Gedanken, dass ein „sowohl – als auch“ eher der Wahrheit entsprechen und zu einem friedlichen Weg führen könnte.

„Ich habe recht und Du hast auch Recht“, könnten wir sagen. Das klingt für den Verstand verrückt, weil er sich an das „entweder – oder“ so sehr gewöhnt hat.

Die neue Wahrheit heißt: Immer haben beide recht.

Warum?

Weil jeder aus seiner Welt kommt, aus seiner eigenen Weltanschauung, seiner eigenen Realität. Jeder Mensch nimmt die Wahrheit anders wahr. Jeder hat einen anderen Blickwinkel und betrachtet die Dinge aus seiner Sicht. Jeder hat eine andere Wahrnehmung die für ihn einzigartig ist.

Es gibt kein objektives „richtig“ oder „falsch“. Hören wir doch damit auf, Recht bekommen und behalten zu wollen und dem „entweder–oder“-Denken!

Sehen wir uns als kleine Spiegel innerhalb einer großen Satellitenschüssel. Ohne die anderen Spiegel um uns herum würde unsere Wahrnehmung so begrenzt sein. Wenn nur unser Blickwinkel zählt haben wir damit zur gleichen Zeit hunderte von toten Winkeln, Dinge die wir niemals sehen würden ohne die anderen.

Zusammenfassend…..

Chiron ist zuständig für den Heil- und Erziehungsprozess. Durch das Annehmen der eigenen instinktiven Kräften und durch das Akzeptieren von Schmerz können wir zu einer Erweiterung der Wahrnehmung gelangen. Chiron schafft die Möglichkeit, zu einem Gleichgewicht und einer Synthese zwischen der irdischen, unperfekten Realität und der Vision eines überpersönlichen Ideals zu finden.

Dieser Rücklauf der uns extra viel Zeit mit Chiron einräumt könnte eine gigantische Heilung verursachen von jahrhundertelangen Einengungen und Begrenzungen, von denen wir heutzutage immer noch unbewußt betroffen sind.

Manche (seelische) Schmerzen bleiben ungeheilt, wir müssen damit leben lernen und sie annehmen. Das schöne daran ist, dass Schmerz uns menschlicher macht. Es macht uns weniger abgehoben. Es macht, dass wir anderen menschlicher begegnen können, auf Augenhöhe.

Dieser Schmerz macht, dass wir andere ver-stehen können, mit ihnen stehen können, für sie Ver-ständnis haben können. Verständnis und Liebe für sich selbst und für andere ist eine Macht die keiner aufhalten kann.

Liebe ist die stärkste Macht der Welt,
und doch ist sie die demütigste,
die man sich vorstellen kann.
(Mahatma Gandhi)


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