Merkur und der Weg zum Schmetterling

NEWSLETTER - 4

28.05.2015

Merkur und der Weg zum Schmetterling


"Wir sind keine menschlichen Wesen,
die spirituelle Erfahrungen machen.
Sondern wir sind spirituelle Wesen,
die menschliche Erfahrungen machen."
(Teillard de Chardin)

Körpersymptome: Schultern, Nacken und unterer Rückenbereich

Es ist die Zeit des Zwillings, des Merkurs. Obendrein sind wir in der Zeit eines rückläufigen Merkurs. Merkur ist der Energieplanet des Zwillings, was wiederum mit dem Körperbereich der Schultern zu tun hat; das was wir schultern, das was wir tragen.

Ein rückläufiger Merkur löst so einiges in uns aus, vor allem nach den Sonnenerruptionen die wir gerade erlebt haben. Sonne und Merkur schwingen neben einander im Sonnensystem.

Bildlich kann man es so sehen: Zuerst wurden wir bestäubt von Sonnenpollen, die in uns Irritationen und Allergien ausgelöst haben. Sonnenpollen sind ein ganzes Stück potenter als die Pollen die wir hier auf Erden kennen.

Unsere energetischen Systeme sind dadurch gereizt und versuchen die Allergie los zu werden: Hatschi! Oder es juckt uns als ob wir „verhauten“ müssen. Es macht uns manchmal ver-rückt.

Auch unser Planet ist davon irritiert. Sie wird nichts anderes tun können als auch „Hatschi!“ zu sagen. Das Wetter wird unbeständiger, vor allem mit viel Wind. Sie wird sich auch ver-rücken müssen durch ihre Erdplatten in Bewegung zu setzen. Dies kann auch wieder Erdbeben verursachen.

Es mag vielleicht wie eine Prophezeiung klingen, aber wer sich einige Zeit mit den Ebben und Fluten des Universums befasst hat versteht dies. Die Erde muss sich schütteln und ver-rücken, wir müssen uns schütteln und ver-rücken um Ballast abzuwerfen. Ballast abwerfen verursacht wiederum, dass wir aufsteigen können, wachsen können.

In diesem Newsletter werde ich mich daher vor allem auf den rückläufigen Merkur konzentrieren und die Zeit nach den Sonnenerruptionen. Denn alles was im Universum passiert, passiert auch in uns:

„Wie oben - so unten, wie unten - so oben.
Wie innen - so außen, wie außen - so innen.
Wie im Großen - so im Kleinen.“

Ballast abwerfen

Merkur, zusammen mit der astrologischen Konstellation so wie sie im Moment ist zeigt uns das, was wir uns auf die Schultern geladen haben, oder was uns von andern oder von äußeren Umständen auf die Schultern gedrückt wurde.

Merkur, im Rücklauf - vermittelt uns Ballast abzuwerfen, unseren Rucksack abzuwerfen.
Dass es uns dann manchmal auch in den Nacken zieht und auf den unteren Bereich des Rückens drückt hat alles damit zu tun.

Wie gesagt, hat Merkur, oder der Zwilling mit den Schultern zu tun. Interessant ist, dass im Englischen das Wort „should“ zweierlei Bedeutung hat:
* das was wir denken, was wir machen „soll(t)en“ (should)
* oder das, was wir uns auf die „Schultern“ laden (should-ers).

Merkur bietet uns regelmäßig eine solche Rücklaufzeit an, die ungefähr 3 Wochen dauert, wo wir wieder im „Kindergarten“ des Menschseins verbleiben dürfen. All unser Machen und Tun, unsere Pläne die wir vor dieser Zeit hatten verschwinden wie ausgelöscht, oder wir merken, dass es einfach nicht mehr „voran“ geht.

Es ist eine Zeit des Chaos und Durcheinanders, nichts läuft mehr so wie es „normal“ läuft. Es macht unsere Pläne durch einander um uns zu öffnen für die großen universalen Pläne.

Wir dürfen in dieser Zeit noch einmal unseren inneren Gefühlen die Revue passieren lassen: Ob wir wirklich im Moment glücklich sind, was uns daran hindert glücklich zu sein, was wir uns eigentlich wünschen und was wir wirklich brauchen um uns wohl zu fühlen.

Ein rückläufiger Merkur zeigt uns, unser inneres Kind wiederzufinden. Wir dürfen wieder spielen und uns selbst und das Leben nicht so ernst nehmen. Wir dürfen uns wieder verzaubern und betören lassen. Wir dürfen wieder in die Leichtigkeit kommen. Wir dürfen uns fallen lassen. Wir dürfen uns an das Universum anlehnen, wie kleine Kinder sich an den Eltern anlehnen und sich von ihnen umsorgen lassen.

Aus der Sicht des Universums sind wir noch Kleinkinder die in Windeln herumlaufen und noch vieles dazu lernen müssen. Vor allem in dieser Rücklaufzeit reibt sich dies mit unserer Überzeugung, erwachsen sein zu müssen und unser Leben im Griff zu haben.

Hey, wer sagt denn, dass wir perfekt sein müssen? Kinder sind ja nicht perfekt, und wir großen Kinder auch nicht, auch wenn wir manchmal denken, dass wir so sein „sollten“.

Wir dürfen in dieser Zeit ein paar Maschen fallen lassen und darüber lachen. Wir dürfen auf die Nase fallen und wieder aufstehen, so wie die Kinder es machen.

Merkur bleibt rückläufig bis zum 11 Juni und braucht danach noch 5-6 Tage um wieder in seinen Schwung vorwärts zu laufen.

Von der Raupe zum Schmetterling

Der Zwilling ist verbunden mit dem Schmetterling. Wer mal in einem Schmetterlingshaus war, weiß wie faszinierend der Übergang von der Raupe zum Schmetterling ist: die Metamorphose oder Transformation.

Die Raupe windet sich in einen Cocon hinein, oder Pupae, um ihren Transformationsprozess zu beginnen. Interessanterweise werden diese Pupae auch „Imaginals“ genannt, was symbolisch bedeutet, dass während des Aufenthalts in der Pupae sich die Raupe verflüssigt zu einem neutralen Plasma, aber schon die „Vorstellung“ hat von dem, was es in der nächsten Dimension sein wird: der Schmetterling.

Auch gentechnisch kann man noch immer nicht feststellen, wie dies passiert. Bestimmte Gene fehlen im Plasmazustand um eine Indikation zu machen von dem zukünftigen Schmetterling. Das Plasma aber macht auf irgendwelche Weise ein Signal zum Universum, dass dieses Gen herbeiruft, von irgendwo her. Wundersam.

In dieser Zeit – wie in der Pupae, oder des Imaginals - geht es um einen Übergang zu einer neuen, höheren Dimension. Es geht hier um Wachstum, ein höheres Bewusstsein, ein „Eins“ werden mit dem Universum, ein „All-Eins“.

Wer möchte nicht ein Schmetterling werden des Universums?

Eine kleine Geschichte

Nach einer intensiven Zeit mit viel erwachsener „Verantwortung“ entschieden mein Partner Stefan und ich uns letzten Dienstag extra Auszeit zu nehmen – einfach so, und weil wir fühlten, dass wir es brauchten. Zudem wissen wir dass, wenn das Leben so intensiv wird, wir uns mal wieder „ver-rücken“ müssen, dass wir aus der (Alltags)Schleife heraus springen müssen, dass wir Ballast loslassen müssen.

Es wurde zu einem herrlichen Tag, weil wir uns erlaubten, ihn mal „anders“ zu erleben: Stefan zog sich seinen Indiana Jones Outfit an und ich lief mit einer mir geschenkten Margerite im Knopfloch herum. Wir kamen uns vor wie zwei Jecken beim Karneval.

Auf ging’s nach Kölle und ihre Altstadt, wo Stefan sich als Kölsche Jung sehr zu Hause fühlt. Es ist mein sehnlicher Wunsch als Holländerin dieses Herz Deutschlands zu erforschen und damit auch Stefans Herz.

Ich wollte Deutschland und Stefan mal ganz neu betrachten und fühlen.
Ich wollte schauen, wie offen mein Herz ist und wie viel da noch geheilt werden muss.
Ich wollte an diesem Tag lernen, (kindlich) zu empfangen, statt (erwachsen) zu geben.

Der Tag verlief wie in einem schönen Rausch, und dies hatte bestimmt nicht nur zu tun mit unserem Besuch an die verschiedenen Brauhäuser und unser Kichern über die Köbes, die uns väterlich mit allem, und viel zu viel versorgten.

Wir standen wie kleine Kinder am Dom und wunderten uns über seine mächtige Größe. Wir verloren uns im Staunen über die großen Statuen, die Bedeutung der Symbolik oder die Macht des Wassers – da wo die Wasserhochstände des Rheins noch angegeben sind.

Alles ließ uns „klein“ fühlen – jedoch zur gleichen Zeit in der Geborgenheit der Größe.

Wir kamen wie verändert nach Hause zurück. Wir waren zutiefst entspannt, waren zufrieden müde und alle „Verantwortungen“ so wie wir sie davor wahrgenommen hatten waren verschwunden oder nur noch auf Distanz wahrzunehmen.

Wir waren wieder bei uns selbst angekommen.

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Es ist die Zeit verliebt zu sein, verliebt in das Leben, verliebt in die Momente des Lebens. Es geht im Moment darum, sich den Druck des Erwachsen-seins zu widersetzen.

Es sind die kleinen Veränderungen, die kleinen Momente, die in uns so viel bewirken können. Manchmal braucht es nur ein paar Stunden um sich zu ver-rücken!

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Hilfreicher Glaubenssatz für diese Zeit:

“Ich darf akzeptieren, was das „Große Ganze“ beabsichtigt. Ich darf mich so annehmen, wie ich bin. Ich gestatte mir, meinen persönlichen Willen mit dem ‘All-Willen’ zu verschmelzen.


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